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  • Hемецкий язык книга. Учебник немецкого языка для технических университетов и вузов (с интерактивными упражнениями и тестами на компактдиске)


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    НазваниеУчебник немецкого языка для технических университетов и вузов (с интерактивными упражнениями и тестами на компактдиске)
    Дата26.04.2021
    Размер1.31 Mb.
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    Имя файлаHемецкий язык книга.docx
    ТипУчебник
    #199039
    страница32 из 66
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    I * ,t :

    CHALLENGER" - KATASTROPHE

    Am 28. Januar 1986 ereignete sich 8 Kilometer vor der Küste Floridas in 16 Kilometer Höhe das schwerste Unglück in der damals 25-jährigen Geschichte der bemannten Raumfahrt. Die Raumfähre „Challenger" explodierte, und ihre siebenköpfige Besatzung - zwei Fraunen und fünf Männer - fand dabei den Tod. Es handelte sich um die schwerste nichtnukleare Detonation, die mit einem Spreng­stoffäquivalent von mindestens 600 Tonnen TNT (Trinitrotoluol) der einen kleinen Atombombe gleichkam. Die amerikanische Welt­raumbehörde NASA verlor mit einem Schlag 7 Prozent ihres Astro­nautencorps und ein Viertel ihrer Schuttiekapazität im Wert von an­derthalb Milliarden Dollar.

    40 Minuten später wurden im Kennedy-Raumflugzentrum, im Bodenkontrollzentrum von Houston sowie in allen beteiligten Her­stellerfirmen alle Produktionsunterlagen, Computerinformationen und Filmaufzeichnungen bis hin zu den Bleistiftnotizen des Kon­trollpersonals konfisziert1.

    Alle diese Materialien gingen an den dreizehnköpfigen Unter­suchungsausschüsse der vom damaligen USA-Präsidenten Reagan beauftragt wurde, innerhalb von 120 Tagen einen ausführlichen Bericht über die Ursachen der Katastrophe zu erstatten. Zum Vor­sitzenden dieses Gremius3 bestimmte das Weiße Haus den ehemaligen Außenminister William Rogers, Mitglieder waren unter anderen der Physik-Nobelpreisträger und Miterbauer der Atombombe Richard Feynman, der Testpilot General Charles Jacger, der als erster die Schallmauer durchbrach, der Astronaut Neil Armstrong, der als erster den Mond betrat, und Sally Ride, die erste Amerikanerin im All.

    Bereits zwei Wochen nach der Katastrophe hat die Kommission die Ursachen des Unglücks genannt. Offensichtlich führte ein man­gelhafter Dichtungsring zwischen den beiden unteren Segmenten der rechten Feststoffrakete zum Austritt einer zwölf Meter langen

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    Stichflamme. Diese zerstörte wie ein Schweißbrenner zunächst di

    untere Halterung zwischen der Rakete und dem großen Außentank

    Die Rakete, die als „Booster" bezeichnet wird, bohrte sich mit seine

    Spitze in den Tank dort, wo die Behälter von Flüssigwasserstoff un
    Flüssigsauerstoff aneinander grenzten.


    Zu diesem Zeitpunkt enthielt der 47,4 m lange Tank, der eine
    Durchmesser von 8,2 m hatte, noch etwa 470000 Liter flüssige
    Sauerstoff und 1,2 Millionen Liter flüssigen Wasserstoff. Die beide
    energiereichsten chemischen Raketentreibstoffe entzündeten sich i


    einer gewaltigen Knallexplosion. Die beiden Feststoffraketen mi

    der Gesamtmasse von über 1000 Tonnen rasten dabei ziellos weiter.

    Am 26. Februar 1986 kam die Untersuchungskommission zu de

    vorläufigen Schlussfolgerung, dass die Direktion der NASA eine

    schwerwiegenden Fehler beging, als die am 28. Januar den Start

    befehl erteilte, 37 Tage wurden die beiden Feststoffraketen, die

    sogennanten „Booster", auf der Rampe4 nicht mehr kontrolliert. Die

    Ingenieure, die wegen der anhaltenden Kälte gegen den Start waren

    wurden unter Druck gesetzt, weil die NASA ihren Zeitplan erfüllen

    wollte.

    Obwohl die Spezialisten der NASA die Direktion seit 1981

    gewarnt hatten, wurden gefährliche Experimente unter dem Druck
    von Pentagon wietergeführt. Viele amerikanische Kritiker des
    Space-Schuttle-Programms stellten nicht ohne Grund die Frage, ob


    die Wiederverwendung des größten „Pulverfasses der Welt" - der
    Kombination von hochexplosiven festen und flüßigen Treibstoffen-
    überhaupt möglich ist.


    Wenn wir also die Bilanz ziehen5 wollen, so kann man behaup-
    ten, dass die Ursachen für die Katastrophe der Raumfähre „Challen-
    ger", bei der sieben USA-Austronauten ums Leben kamen, konst-
    ruktive Mängel in den Feststoffraketen waren. Auf jeden Fall war
    es die schwerste Katastrophe im Weltall, die viele Starts zum Welt-
    raumerschließen von der NASA in zwei bis drei Jahre verzögert hat.


    Texterläuterungen

        1. konfiszieren-конфисковать ,, i ,

        2. der Ausschuss - комитет

    s 3. das Gremium- англ. комиссия, коллегия, консилиум

          1. die Rampe - ракетная пусковая установка

          2. die Bilanz ziehen - подвести итог • <, S

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            1. der Lotse [-lo

            2. das Ausleben

    SPRÜCHE VON MARK TWAIN

    I don 't believe there is anything in the whole earth that you can't
    learn in Berlin except the German language
    (M ark Twain nach
    seinem Aufenthalt
    in Berlin im Winter 1891/92). Deutsche
    Übersetzung: Ich glaube nicht, dass es irgendetwas auf der ganzen
    Welt gibt, was man in Berlin nicht lernen könnte - außer der
    deutschen Sprache!


    Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich
    behandelt, kommen sie wieder und bringen andere mit.


    MARK TWAIN

    Mark Twain wurde als Samuel (Langhorne) Clemens am 30.11.1835 in Florida geboren. Erwuchs am Missisippi in Hannibal auf und verlor mit 12 Jahren seinen Vater. Die Schule konnte er nicht weiter besuchen, er begann eine Lehre als Schriftsetzer. Mit 17 Jahren ging er nach New York, danach reiste nach Philadelphia und schrieb dort seine ersten Reiseskizzen.

    Er arbeitete als Lotse1 auf dem Missisippi (sein selbstgewählter Name Mark Twain bedeutet: „Zwei Faden Wassertiefe markieren "), nahm am Sezessionskrieg teil, suchte Silber in Nevada. Er lebte in San Francisco, arbeitete als Reporter auf Hawai und bereiste Europa und Palästina. Ab 1867 - mit 32 Jahren - wurde er als Schriftsteller erfolgreich und wohlhabend. Er starb am 21.4.1910 in Redding (Connecticut) im Alter von 74 Jahren.

    Mark Twain war der erste amerikanische Schriftsteller von Weltrang aus dem Gebiet westlich des Missisippi. Sein Werk fußt auf der Tradition des literarischen Journalismus. Die Reise spielt in seinen Werken eine entscheidende Rolle. Die Protagonisten bewe­gen sich auf neue Schauplätze und neue Ereignisse zu. Das Aben­teuer als Ausdruck des Auslebens2 der Individualität und das Zulas­sen von Spontainität sind Merkmale in den Werken von Mark Twain.

    Texterläuterungen

    :-] - лоцман )W.

    - проявление во всей полноте

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    Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfal­tung der Persönlichkeit.

    Rauchen aufhören muss besonders leicht sein. Ich kenne viele, die das schon öfters gemacht haben.

    Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.

    Kein Breitengrad, der nicht dächte, er wäre Äquator geworden, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.

    Wenn Du wütend bist, zähl bis vier. Bist Du außer Dir vor Wut, fang an zu fluchen.

    Es gibt nichts, was man auf ein Kompliment erwidern könnte. Ich habe selbst schon so oft Komplimente bekommen, und immer ma­chen sie mich verlegen. Ich habe immer das Gefühl, es wäre nicht ge­nug gesagt worden.

    Nachdem wir das Ziel aus unseren Augen verloren hatten, ver­doppelten wir unsere Anstrengungen.

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und ihn satt machst, dann wird er dich nicht beißen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.

    Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.

    Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu ge­winnen. Sie wieder loszuwerden.

    Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

    Never put off til tomorrow what you can do today. (Never put off til tomorrow what you can do the day after tomorrow - Mark Twain.)

    DIE SCHRECKLICHE DEUTSCHE SPRACHE *

    Ein bisschen Bildung macht alle Welt verwandt. Ich ging oft ins Heidelberger Schloss, um mir das Raritätenkabinett anzusehen, und eines Tages überraschte ich den Leiter mit meinem Deutsch, und zwar redete ich ausschließlich in dieser Sprache. Er zeigte großes Interesse; und nachdem ich eine Weile geredet hatte, sagte er, mein Deutsch sei sehr selten, möglicherweise ein „Unikat"; er wolle es in sein Museum aufnehmen.

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    Wer nie Deutsch geiernt hat, macht sich keinen Begriff, wie verwirrend diese Sprache ist. Es gibt zehn Wortarten, und alle zehn machen Ärger. Ein durchschnittlicher Satz in einer deutschen Zeitung ist eine erhabene, eindrucksvolle Kuriosität; er nimmt ein Viertel einer Spalte ein; er enthält sämtliche zehn Wortarten - nicht in ordentlicher Reihenfolge, sondern durcheinander; er besteht hauptsächlich aus zusammengesetzten Wörtern, die der Verfasser an Ort und Stelle gebildet hat, so dass sie in keinem Wörterbuch zu finden sind - sechs oder sieben Wörter zu einem zusammengepackt, und zwar ohne Gelenk und Naht, das heißt: ohne Bindestriche; er be­handelt vierzehn oder fünfzehn verschiedene Themen, von denen jedes in seine eigene Parenthese eingeschlossen ist, und jeweils drei oder vier dieser Parenthesen werden hier und dort durch eine zusätz­liche Parenthese abermals eingeschlossen, am Ende des majestäti­schen Satzes kommt das Verb, und man erfährt zum ersten Mal, wovon die ganze Zeit die Rede war; und nach dem Verb hängt der Verfasser noch „haben sind gewesen, gehabt haben, geworden sein" oder etwas dergleichen an - rein zur Verzierung, soweit ich das ergründen konnte und das Monument ist fertig. Ich nehme an, dieses abschließende Hurra ist so etwas wie der Schnörkel an einer Unterschrift - nicht notwendig, aber hübsch.

    Die Deutschen kennen noch eine weitere Form der Parenthese, die sie herstellen, indem sie ein Verb spalten und die eine Hälfte an den Anfang eines spannenden Kapitels setzen und die andere Hälfte an den Schluss. Kann man sich etwas Verwirrenderes vorstellen? Diese Dinger heißen „trennbare Verben". Die deutsche Grammatik ist geradezu übersät mit trennbaren Verben, und je weiter die beiden Teile auseinandergerissen werden, desto zufriedener ist der Urheber des Verbrechens mit seiner Leistung. Eines der beliebtesten Exemp­lare ist reiste ab.

    Als die Koffer endlich gepackt waren, reiste er - nachdem er Mutter und Schwester geküßt und noch einmal sein angebetetes Gretchen ans Herz gedrückt hatte, das, in schlichtes weißes Musse­lin gekleidet, eine einzige Rose in den anmutigen Wellen ihres vollen braunen Haares, hilflos schwankend die Treppe herunter­gekommen war, noch immer bleich vor der Angst und Erregung des vorangegangenen Abends, noch sehnsüchtigt bestrebt, ihr armes,

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    wehes Haupt noch einmal an die Brust des von ihr über alles Geliebten zu legen ab."

    Personalpronomen und Adjektive sind eine ewige Plage in dieser Sprache, und man hätte sie besser weggelassen. Das Wort sie zum Beispiel bedeutet sowohl you, als auch she, als auch her, als auch it, als auch they, als auch them. Man stelle sich die bittere Armut einer Sprache vor, in der ein einziges Wort die Arbeit von sechs tun muss - noch dazu ein so armes, kleines, schwaches Ding von nur drei Buchstaben. Vor allem aber stelle man sich die Verzweiflung vor, nie zu wissen, welche dieser Bedeutungen der Sprecher gerade meint. Das erklärt auch, warum ich im allgemeinen jeden, der Sie zu mir sagt, umzubringen versuche, sofern ich ihn nicht kenne. Der Erfinder dieser Sprache scheint sich einen Spaß daraus gemacht zu haben, sie auf jede Art, die ihm nur in den Sinn kam, zu kompli­zieren.

    Im Deutschen beginnen alle Substantive mit einem großen Buch­staben. Das ist nun wahrhaftig mal eine gute Idee, und eine gute Idee fällt in dieser Sprache durch ihr Alleinstehen notwendigerweise auf. Ich halte diese Großschreibung der Substantive darum für eine gute Idee, weil man ihr zufolge ein Substantiv fast immer erkennen kann, sobald man es sieht. Hin und wieder irrt man sich allerdings und nimmt den Namen einer Person fälschlich für den einer Sache und verschwendet viel Zeit darauf, einen Sinn aus dem Ganzen heraus­zulesen. Deutsche Namen bedeuten fast immer etwas, und das för­dert die Täuschung des Lernbeflissenen. Ich übersetzte eines Tages einen Satz, in dem es hieß, die wütende Tigerin habe sich losgeris­sen und „den unglückseligen Tannenwald gänzlich aufgefressen". Schon rüstete ich mich, dies zu bezweifeln, da fand ich heraus, dass Tannenwald in diesem Falle der Name eines Mannes war.

    Jedes Substantiv hat sein grammatisches Geschlecht, und die Verteilung ist ohne Sinn und Methode. Man muss daher bei jedem Substantiv das Geschlecht eigens mitlernen. Eine andere Möglich­keit gibt es nicht. Um das fertigzubringen, braucht man ein Ge­dächtnis wie ein Terminkalender. Im Deutschen hat ein Fräulein kein Geschlecht, eine Rübe dagegen schon. Welch eine übermäßige Hochachtung vor der Rübe und welch eine kaltherzige Missachtung des Mädchens verrät sich hier!

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    Um mit den deutschen Geschlechtern fortzufahren: Ein Baum ist männlich, seine Knospen sind weiblich, seine Blätter sächlich; Pferde sind geschlechtslos, Hunde sind männlich, Katzen weiblich - Kater natürlich inbegriffen; Mund, Hals, Busen, Ellenbogen, Finger, Nägel, Füße und Rumpf eines Menschen sind männlichen Ge­schlechts; was auf dem Hals sitzt, ist entweder männlich oder sächlich, aber das richtet sich nach dem Wort, das man dafür benutzt, und nicht etwa nach dem Geschlecht des tragenden Individuums, denn in Deutschland haben alle Frauen entweder einen männlichen Kopf oder ein geschlechtsloses Haupt. Nase, Lippen, Schultern, Brust, Hände, Hüften und Zehen eines Menschen sind weiblich, und sein Haar, seine Ohren, Augen, Beine, Knie, sein Kinn, sein Herz und sein Gewissen haben gar kein Geschlecht. Was der Erfinder der Sprache vom Gewissen wußte, wird er wohl vom Hörensagen ge­wußt haben.

    Eine Frau ist zwar im Deutschen infolge eines Versehens des Erfinders der Sprache weiblich; ein Weib jedoch ist es zu seinem Pech nicht. Ein Weib hat hier kein Geschlecht, es ist ein Neutrum; laut Grammatik ist also ein Fisch er, seine Schuppen sie, ein Fisch­weib aber keins von beiden. Ein Weib geschlechtslos zu nennen darf wohl als eine hinter dem Sachverhalt zurückbleibende Beschreibung gelten. Schlimm genug - aber übergroße Genauigkeit ist sicherlich noch schlimmer. Ein Deutscher nennt einen Bewohner Englands einen Engländer. Zur Änderung des Geschlechts fügt er ein -in an und bezeichnet die weibliche Einwohnerin desselben Landes als Engländerin. Damit scheint sie ausreichend beschrieben, aber für einen Deutschen ist das noch nicht exakt genug, also stellt er dem Wort den Artikel voran, der anzeigt, dass das nun folgende Geschöpf weiblich ist, und schreibt: die Engländerin. Meiner Ansicht nach ist diese Person überbezeichnet.

    Also!.. Falls es mir nicht gelungen ist zu beweisen, dass das Deutsche eine schwierige Sprache ist - versucht habe ich es jeden­falls. Ich hörte von einem amerikanischen Studenten, den jemand fragte, wie er mit seinem Deutsch vorankomme, und der ohne Zögern antwortete: „Überhaupt nicht. Drei volle Monate habe ich jetzt hart daran gearbeitet, und dabei ist nichts weiter heraus­gekommen als eine einzige deutsche Wendung: „Zwei Glas..." Er

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    hielt einen Augenblick lang inne und fügte dann mit Nachdruck
    hinzu: „Aber das sitzt!"


    Auf Grund meiner philologischen Studien bin ich überzeugt,
    dass ein begabter Mensch Englisch (außer Schreibung und Aus-
    sprache) in dreißig Stunden, Französisch in dreißig Tagen und
    Deutsch in dreißig Jahren lernen kann. Es liegt daher auf der Hand,
    dass die letztgenannte Sprache zurechtgestutzt und repariert werden
    sollte. Falls sie so bleibt, wie sie ist, sollte sie sanft und ehrerbietig
    zu den toten Sprachen gestellt werden, denn nur die Toten haben


    genügend Zeit, sie zu lernen. „;,,

    < DAS ERSTE SELBSTVERDIENTE GELD

    ; ' Mark Twain

    \ n,

    Ich erinnere mich noch genau an diese Geschichte - so erzählt
    MarkTwain, - obwohl es schon sehr lange her ist.


    Als ich ein kleiner Junge war, war es in meiner Schule streng ver-
    boten, die Tische mit Taschenmessern zu bearbeiten. Wer dabei
    erwischt wurde, der musste fünf Dollar zur Strafe bezahlen. Wenn er
    aber das Geld nicht hatte, wurde er von seinen Mitschülern ver-
    prügelt.


    Eines Tages erwischte mich ein Lehrer, wie ich gerade ein na-
    gelneues Taschenmesser ausprobierte. Ich musste meinem Vater al-
    les erzählen, und ihm war die Sache sehr peinlich. „Verprügeln,
    sagst du? Das darf nicht sein. Ich möchte nicht, dass einem Mitglied
    unserer Familie so etwas passiert. Ich werde also bezahlen. Aber das
    ist natürlich nicht alles. Komm bitte mit in mein Arbeitszimmer!"
    Dort legte mich mein Vater übers Knie und verhaute mich kräftig.
    Da fühlte ich an einem meiner Körperteile, dass es auch in unserer
    Familie Gerechtigkeit geben musste. Als ich die Treppe wieder
    hinunterging, war ich abgehärtet. Mit der einen Hand drückte ich
    den schmerzenden Körperteil, denn in der anderen hielt ich den
    Fünfdollarschein. So überlegte ich die Lage. Die eine Situation hatte
    ich recht gut überstanden. Die andere konnte doch auch nicht viel
    schlimmer sein!


    Ich beschloss deshalb, mich zur Prügelstrafe in der Schule zu
    melden und die fünf Dollar zu behalten. So habe ich mein erstes Geld
    verdient. ,


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